Im Prinzip handelt es sich bei der Homepage "Autismus: Infos zur Selbstdiagnostik" um ein digitales Fachbuch. Daher ist mit dem Gesamtwerk auch nicht wie mit einer typischen Homepage umzugehen und ein bloßes "Cherry Picking" von Inhalten wäre für das notwendige Gesamtverständnis nicht zielführend; dafür ist das Thema zu komplex. Anstatt nur ausgewählte Kapitel zu lesen, sollten die Inhalte in der vorgegebenen Reihenfolge durchgearbeitet sowie reflektiert werden - wie man auch bei einem klassischen Fachbuch verfahren würde. Die Inhalte bauen nämlich aufeinander auf.
Eine stichpunktartige Recherche zum Thema Autismus oder eine nur selektive Lektüre entsprechender (Fach-)Inhalte erfüllt niemals das, was unter einer Selbstdiagnostik zu verstehen wäre (Mehr Informationen dazu im Kapitel: Selbstdiagnostik bei Autismus - Wieso und was ist das?). Auch das Ausfüllen sowie Auswerten eines Autismus-Tests - selbst dann, wenn es ein anerkanntes Testverfahren ist - genügt nicht zu einer Selbstdiagnostik, wie in den folgenden Kapiteln begründet dargestellt wird. Zu einer (Selbst-)Diagnostik bedarf es deutlich mehr.
Insgesamt ist das Ergebnis einer Selbstdiagnostik als eine fundierte Vermutung zu interpretieren und kann helfen, sich selbst besser zu verstehen. Zur weiteren und finalen Abklärung sollte aber in jedem Fall eine offizielle Diagnostik bei einer geeigneten/ qualifizierten Stelle durchgeführt werden, um weitere Informationen aus einer anderen Perspektive zu erhalten. Insbesondere zur Abklärung (lebens-)bedrohlicher Erkrankungen und Störungen bedarf es einer entsprechend qualifizierten Fachperson, die ggf. auch auf bildgebende Verfahren (z. B. MRT) Zugriff hat. An dieser Stelle wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich laut Definition bei einer Autismus-Spektrum-Störung um eine tiefgreifende, neuronale Entwicklungsstörung handelt (DSM5, ICD10, ICD11). Daher kann sich das Ergebnis einer jeden Diagnostik selbstverständlich in vielerlei Hinsicht auf das eigene Leben auswirken.
Das vorliegende Werk dient einzig zur Aufklärung; weder kann noch will es die Diagnostik durch eine Fachperson ersetzen. Es werden lediglich Informationen bereitgestellt, damit sich interessierte Laien umfassend informieren können und einen Ansatz zur weiteren Recherche haben. Insbesondere die Quellen, die im Literaturverzeichnis aufgeführt werden, sind überwiegend zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Thema geeignet. Es empfiehlt sich, diese ebenfalls zu lesen. Da es in diesem Werk um das Phänomen Selbstdiagnostik erwachsener Menschen geht, richten sich die Inhalte an erwachsene bzw. volljährige Personen.
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